Beim No-Limit gibt es nur die Regel, eine
Erhöhung muss mindestens so hoch sein wie der Big Blind .
Es kann maximal auch nur der Betrag gesetzt werden, den man auf dem Tisch zur
Verfügung hat (All in Regel). Beim No-Limit besteht keine Maximalanzahl von
Erhöhungen. Aber im Gegensatz zum Limit, kann man auf einmal alles was man vor
sich sitzen hat, setzen.
Beim Pot-Limit muss der Einsatz bzw. eine
Erhöhung mindestens so hoch sein wie das laufende Limit. Es kann maximal auch nur der Betrag gesetzt
werden, den man auf dem Tisch zur Verfügung
hat. Beim Pot-Limit besteht keine Maximalanzahl von Erhöhungen. Beim Pot
Limit ist die Berechnung etwas schwierig. Es kann prinzipiell soviel gesetzt
werden, wie im POT (der Betrag in der Mitte des Tisches, zusammengesetzt aus
allen bis dahin getätigten Einsätzen aller Spieler) ist, plus 2 mal der Satz des direkt vor einem sitzenden Spielers,
wobei bei der Zählung der eigene (z.B. das eigene Blind) nicht mitzählt.
Beispiel:
Die Blinds sind 100
– 200: 2 vor einem sitzende Spieler callen den Big
Blind und man will selber Pot spielen, so sind das 100+200 die Blinds + 200 + 200 die Calls und
2 mal 200, sind zusammen 1100.
Man hat selber den Small Blind 100 (der zählt
dann nicht mit) es liegen am Tisch 200 Big Blind und 3 callen,
dann sind das Big Blind 200 + 3 mal call 600 und 2
mal den letzten Satz 400, sind zusammen 1200.
Im Pot liegen 1000, vor einem hat einer Pot
gespielt und man möchte selber Pot raisen: so sind
das 1000 im Pot + 1000 vom Spieler vorher + 2 mal den
letzten Satz, also 2000, sind zusammen 4000.
Wenn kein Spieler setzt oder wenn sich der
Spieler im Big Blind befindet und es hat keiner erhöht, kann man schieben
(=check). Das bedeutet, dass man nicht setzt, aber man möchte die Option
aufrecht halten, im Pott zu bleiben und mitgehen oder gar erhöhen (check raise), falls ein anderer setzt. Ein check ist nicht
möglich, falls ein anderer Spieler gesetzt hat. Wenn ein anderer Spieler setzt,
kann man entweder mitgehen, erhöhen oder passen.
Ein Spieler hat immer die Möglichkeit, zu passen. Wenn ein Spieler sein Blatt passt, dann ist er aus der Runde ausgeschieden.
Ein Spieler hat die Möglichkeit mitzugehen, wenn jemand anderes gesetzt hat oder wenn er den Big Blind ausgleicht (einlimpen). Ein Spieler geht mit, indem er den gleichen Einsatz bringt wie der Spieler, der gesetzt bzw. erhöht hat. Die Setzrunde ist beendet, wenn alle Spieler die gleichen Einsätze getätigt haben.
Wenn bislang kein Spieler einen Einsatz
getätigt hat, kann man setzen. Indem man setzt, zwingt man seine Gegner
entweder mitzugehen, zu passen oder zu erhöhen. Der Betrag, den man setzen
kann, ist abhängig von der Setzstruktur.
Der Spieler hat die Option, den Einsatz eines anderen Spielers zu erhöhen. Auch der Betrag dieser Erhöhung ist abhängig von der jeweiligen Setzstruktur. Indem man erhöht, zwingt man nun seine Gegner entweder mitzugehen, zu passen oder abermalig zu erhöhen.
Die Rangliste der möglichen Pokerhände sieht
wie folgt aus:
1. Royal Flush
Die höchst mögliche Straße in der gleichen Spielfarbe. Zehn, Bube, Dame, König
und As – alle in der gleichen Spielfarbe. Die beste Karte, die es gibt (Nuts).





2. Straight Flush
5 aufeinander folgende Karten von der gleichen Spielfarbe.





3. Vierling oder Poker
4 Karten vom gleichen Wert.





4. Full House
Drei Karten mit dem gleichen Wert sowie zwei weitere Karten mit dem gleichen Wert.





5. Flush
Fünf Karten von der gleichen Spielfarbe, die aber keine Straße bilden.





6. Straße
5 aufeinander folgende Karten, die nicht von der gleichen Spielfarbe sind.





7. Drilling
Drei Karten vom gleichen Wert.





8. Zwei Paar
Zwei Karten vom gleichen Wert und nochmals zwei Karten von einem anderen Wert.





9. Ein Paar
Zwei Karten mit dem gleichen Wert.





10. High Card
Fünf Karten ohne direkten Bezug zueinander.





Bis zu 10 Spieler können an einem Tisch
spielen.
Texas Holdem wird mit 2 Blinds
gespielt, einem kleinen Blind (Small Blind) und einem großen Blind (Big Blind).
Die Blinds sind
Eröffnungseinsätze, die jeweils von zwei Spielern und zwar denen, die
direkt nach dem Button sitzen, gebracht werden müssen, bevor die Karten ausgeteilt werden. Diese Setzstruktur gilt
für Texas Holdem Limit, Pot Limit und auch No Limit. In einer späteren Phase eines
Turniers können auch Ante (Einsatz von jedem Spieler) eingeführt werden.
1. Der Button wandert im Uhrzeigersinn nach
jeder gespielten Hand – also jeweils eine Position
nach links.
2. Jeder Spieler erhält zwei Karten
verdeckt, die nur für ihn allein zählen.
3. Die erste Setzrunde startet mit dem
Spieler, der links vom Big Blind sitzt.
4. Drei Gemeinschaftskarten (”der
Flop”) werden nun offen in die Tischmitte gelegt.
5. Die zweite Setzrunde beginnt und
startet nun mit dem Spieler, der links vom Button sitzt und noch im Spiel ist.
6. Eine 4.Gemeinschaftskarte (“der
Turn”) wird in die Mitte des Tisches gelegt.
7. Die 3. Setzrunde beginnt und startet
wiederum mit dem links vom Dealer-Button sitzenden Spieler, der noch im Spiel
ist.
8. Die 5. und letzte Gemeinschaftskarte
(“der River”) wird in die Mitte des Tisches gelegt.
9. Die letzte Setzrunde beginnt
wiederum mit dem links vom Dealer-Button sitzenden Spieler, der noch im Spiel
ist.
10. Der Showdown – der Spieler mit der besten Hand gewinnt den Pott. Jeder
Spieler kombiniert die 5 Gemeinschaftskarten mit seinen beiden eigenen Karten
und versucht, ein bestmögliches Blatt – bestehend aus insgesamt 5 Karten – zu
bilden. Sollten zwei oder mehr Spieler die beste Hand haben, wird der Pott zu
gleichen Anteilen aufgeteilt.
Bis zu 10 Spieler können an einem Tisch
sitzen.
Omaha wird mit 2 Blinds gespielt,
einem kleinen Blind (Small Blind) und einem großen Blind (Big Blind). Die Blinds sind
Eröffnungseinsätze, die jeweils von zwei Spielern und zwar denen, die
direkt nach dem Button sitzen, gebracht werden müssen, bevor die Karten ausgeteilt werden. Diese Setzstruktur gilt
für Omaha Limit, Pot Limit und auch No Limit.
1. Der Dealer-Button wandert im Uhrzeigersinn
nach jeder gespielten Hand – also jeweils eine
Position nach links.
2. Jeder Spieler erhält 4 Karten verdeckt, die nur für ihn zählen.
3.
Die erste Setzrunde startet mit dem Spieler, der links vom Big Blind sitzt.
4.
Drei Gemeinschaftskarten (”der Flop”) werden nun offen in die Tischmitte
gelegt.
5. Die zweite Setzrunde beginnt und startet nun mit dem Spieler, der links vom
Dealer-Button sitzt und noch im Spiel ist.
6. Eine 4.Gemeinschaftskarte (“der Turn”) wird in die Mitte des Tisches gelegt.
7. Die 3. Setzrunde beginnt und startet wiederum mit dem links vom Dealer-Button
sitzenden Spieler, der noch im Spiel ist.
8. Die 5. und letzte Gemeinschaftskarte (“der River”) wird in die Mitte des
Tisches gelegt.
9. Die letzte Setzrunde beginnt wiederum mit dem links vom Dealer-Button
sitzenden Spieler, der noch im Spiel ist.
10. Der Showdown – der Spieler mit der besten Hand gewinnt den Pott. Jeder
Spieler muss zwingend zwei seiner
eigenen Karten mit drei Gemeinschaftskarten kombinieren und daraus ein
Blatt – somit bestehend aus insgesamt 5 Karten – bilden. Sollten zwei oder mehr
Spieler die beste Hand haben, wird der Pott zu gleichen Anteilen aufgeteilt.
Beim Omaha Hi/Lo
wird der Pott aufgeteilt zwischen der besten High Hand und der besten Low Hand, sofern eine Qualifikation für die Low Hand gegeben ist. Zur Qualifikation für eine Low Hand darf keine der 5 kombinierten Karten (kein Paar!)
höher als eine 8 sein. Es müssen somit mindestens 3 Karten auf dem Tisch
liegen, die 8 oder tiefer sind, wobei ein As sowohl für High als auch für Low gelten kann. Wenn sich mehrere Spieler für eine Low Hand qualifiziert haben, gewinnt derjenige mit der
schlechtesten (=tiefsten) Low Hand. Das bedeutet,
dass z.B. 7,5,4,2,A tiefer ist als 8,4,3,2,A und somit
gewinnen würde. Falls die höchste Karte bei beiden gleich ist, wird die
zweithöchste Karte in die Wertung kommen usw. Es ist auch möglich, dass ein
Spieler die High und Low Hand gewinnt. Die Low Hand kann auch z.B. ein Flush
oder eine Straße sein. Die bestmögliche Low Hand ist
5,4,3,2,A. Sollte keine Low-Hand möglich sein,
gewinnt die High Hand den gesamten Pott.
Bis zu 8 Spieler können an einem Tisch
sitzen.
7 Card Stud wird
mit einem Ante gespielt. Ein Ante ist ein Einsatz, der von allen Spielern gebracht
werden muss, bevor die Karten verteilt werden. Im 7 Card Stud
wird nur Limit und Pot Limit gespielt.
1. Die Ante wird zunächst von allen Spielern
bezahlt. Die Ante beträgt in der Regel 1/10 des kleinen Einsatzes, also z.B. 1
in einem 10- 20 Spiel.
2. Jeder Spieler erhält zunächst drei Karten ausgeteilt. Zwei Karten verdeckt
und eine Karte offen.
3. Die erste Setzrunde startet mit dem Spieler, der die niedrigste offene Karte
erhalten hat. Haben 2 Spieler den gleichen Wert, entscheidet die Spielfarbe. Im
Pot Limit eröffnet der Spieler mit
der höchsten offenen Karte. Der Spieler kann entscheiden, ob er den halben
(Bring in) oder den vollen Einsatz (Bet oder Complete)
bringen möchte. 4.
Jeder noch im Spiel befindliche Spieler erhält eine weitere offene Karte.
5. Die zweite Setzrunde beginnt mit dem Spieler, der die beste offene Hand hat.
Haben zwei Spieler exakt die gleiche Hand, entscheidet die Spielfarbe über die
Eröffnung. 6. Jeder
Spieler erhält die 5. Karte – wiederum offen ausgelegt.
7. Die dritte Setzrunde startet wiederum mit dem Spieler mit der höchsten
offenen Hand.
8. Jeder Spieler erhält die 6. Karte – wiederum offen ausgelegt.
9. Die 4. Setzrunde startet wiederum mit dem Spieler mit der höchsten offenen
Hand.
10. Jeder Spieler erhält die 7. und letzte Karte – dieses Mal allerdings wieder
verdeckt.
11. Die 5. Setzrunde startet wiederum mit dem Spieler mit der höchsten offenen
Hand.
12. Showdown – der Spieler mit der besten Hand gewinnt den Pott. Die Hand wird
aus 5 der insgesamt 7 eigenen Karten gebildet.
Sollten noch alle 8 Spieler im Spiel sein, wenn die 7. Karte ausgeteilt wird, so wird eine Gemeinschaftskarte offen in die Mitte des Tisches gelegt. Dies geschieht deshalb, weil nicht genügend Karten vorhanden wären, um jedem einzelnen Spieler eine individuelle 7. Karte auszuteilen. Dies geschieht allerdings äußerst selten.
Bis zu 8 Spieler können an einem Tisch
sitzen.
5-Card Draw wird mit 2 Blinds
gespielt, einem kleinen Blind und einem großen Blind. Die Blinds
sind gezwungene Eröffnungseinsätze, die jeweils von zwei Spielern gebracht
werden müssen, bevor die Karten ausgeteilt werden. Das Spiel wird in den
Versionen Limit, Pot-Limit und auch No-Limit angeboten.
1. Die Blinds
werden von den zwei links vom Dealer-Button sitzenden Spielern gebracht. Dieser
Dealer-Button wird durch eine runde weiße Scheibe mit dem Buchstaben “D”
gekennzeichnet. Der Dealer-Button wandert im Uhrzeigersinn nach jeder
gespielten Hand – also jeweils eine Position nach
links.
2. Jeder Spieler erhält 5 Karten, die nur er selbst einsehen kann.
3. Die erste Setzrunde beginnt mit dem Spieler, der links vom Big Blind sitzt.
4. Das Ziehen von neuen Karten (einmaliges Austauschen) beginnt mit dem links
vom Dealer-Button sitzenden Spieler. Jeder kann 0-5 Karten tauschen.
5. Eine 2. und letzte Setzrunde beginnt mit dem links vom Dealer-Button
sitzenden Spieler, der noch im Spiel ist.
6. Showdown – Der Spieler mit der besten Hand gewinnt den Pott. Falls 2 oder
mehrere Spieler die beste Hand haben, wird der Pott zu gleichen Anteilen
aufgeteilt.
Das sind Regeln, die wohl bei
allen Casinos und Pokerclubs am Tisch wie auch im Internet gleich sind.
Hausregeln?
In den meisten Casinos nicht
mal ausgehängt. Wiesbaden ist da die
rühmliche Ausnahme.
Doch nun zu der Regeln: was
geschieht, wenn ein Spieler seine Karten vor Ablauf des letzten Satzes offen
zeigt? Oder was ist, wenn ein Spieler vorwirft, oder vorher setzt, wenn er noch
gar nicht an der Reihe ist, oder sogar, was noch viel schlimmer ist, seine
Karten dem Nachbar zeigt, obwohl der noch im Spiel ist? Ich hab das alles schon
gesehen und dem Spieler ist nichts passiert. Es gibt sicher noch eine Vielzahl
von solchen Streitfällen und es kann doch wohl nicht sein, dass hier jeder Floorman machen kann, was er will.
Hier mein Bestreben und meine
Bitte an euch, für gleiche Regeln überall einzustehen.
Schickt mir bitte e-mails an Harry@poker-info.at. Nur zusammen können
wir was bewirken. Es geht schließlich um ziemlich viel Geld und da wären doch
wohl Regeln, die zumindest von allen nachvollziehbar sind, wichtig. Auch eine
Schiedsstelle hier in Deutschland für Internet-Probleme wäre für mich eine
wichtige Angelegenheit, um endlich einen vernünftigen Ruf zu bekommen und nicht
der Willkür einzelner ausgesetzt zu sein. Hier sind die Internet-, Casino- und Cardroombetreiber aufgerufen sich zu melden, um über die
Gründung so einer Schiedsstelle zu verhandeln. Nur das könnte vielleicht
endlich bewirken, dass Pokern als Sport und nicht als Verbrechen angesehen
wird. Nachdem jetzt endlich Pokern im Fernsehen übertragen wird, ist sicher die
Chance dafür da. Wer möchte nicht in Turnieren um Geld spielen ohne Buy in dafür bezahlen zu müssen? Die Chance gibt es sicher
erst, wenn sich ernsthafte Sponsoren dafür interessieren (für Verbrechen und
Halbwelt tun die das sicher nicht). Wer von uns möchte nicht seinen Bekannten
ohne flaues Gefühl im Magen sagen können: ich bin Pokerprofi.